Versionen im Vergleich

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Der Ethikrat ist bei seiner Tätigkeit einzig der Charta und dem Reglement verpflichtet. Seine Entscheide fällt er politisch unabhängig und in der Sache nach besten Wissen und Gewissen.   Eingaben an den Ethikrat werden vertraulich behandelt. 

Dans l’exercice de ses activités, le Conseil d’éthique est tenu de respecter la Charte et le Règlement. Il prend ses décisions de manière politiquement indépendante et au plus près de ses connaissances et de sa conscience. Le Conseil d’éthique traited’éthique traite les requêtes qui lui sont adressées de manière confidentielle.

Fallstudien

Der Ethikrat prüft einzelne Statistiken oder Aktivitäten im Zusammenhang mit der öffentlichen Statistik der Schweiz:

  • aufgrund einer offiziell an den Ethikrat gerichteten Eingabe von aussen;
  • auf Ersuchen eines Produzenten oder deren vorgesetzten Stellen um Beratung; oder
  • in Form einer Eigeninitiative.

Die Feststellungen und Vorschläge des Ethikrats zu den geprüften Fällen werden - unter Beachtung des Persönlichkeitsschutzes - publiziert.

Die folgende Übersicht orientiert über den Sachverhalt, die Behandlung bzw. Beurteilung und die allfälligen Vorschläge zu Fällen, die dem Ethikrat vorgelegt wurden, mit Verweis auf die betroffenen Prinzipien der Charta. Ebenso sind die vom Ethikrat behandelten Fälle missbräuchlicher Verwendung öffentlicher Statistik dokumentiert.

Die Charta datiert aus dem Jahr 2002. Revisionen erfolgten 2008, 2012 und 2025. Hinweise auf Charta-Prinzipien beziehen sich im Folgenden auf die im jeweiligen Jahr aktuelle Version der Charta.

Etudes de cas

Le Conseil d’éthique examine les statistiques et les activités liées à la statistique publique suisse :

  • sur la base d'une requête adressée par un tiers;
  • à la suite d’une demande de conseil émanant d’un producteur de statistique ou du service auquel il est hiérachiquement rattaché;
  • de sa propre initiative.

Les constatations et les recommandations du Conseil d’éthique à la suite à un d’un examen sont publiées en respectant la protection de la personnalité.

Le résumé ci-après renseigne sur les faits soumis au Conseil d’éthique, sur l’avis rendu et les recommandations éventuelles, avec indication des principes de la Charte qui sont en cause. Les cas d’utilisation abusive de la statistique publique que le Conseil d’éthique a traités sont également documentés.

La Charte date de 2002. Des révisions ont eu lieu en 2008, 2012 et 2025. Les références aux principes de la Charte se réfèrent ci-après à la version de la Charte en vigueur l'année concernée.

Gesamtübersicht

Nr.

Jahr

Anlass

Betroffene Prinzipien

Sachverhalte

Behandlung / Beurteilung

A122023Eingabe
Bereiche II.
Fachliche Unabhängigkeit,
III.
Persönlichkeits- und Datenschutz,
V.
Qualität

Prüfung der Wirtschaftlichkeit der medizinischen Leistungserbringer durch

santésuisseDer Verein Ethik und Medizin Schweiz VEMS stellt aufgrund einer Expertise die von santésuisse angewandte statistische Methode im Rahmen des Wirtschaftlichkeitsverfahrens in Frage. Der Ethikrat verweist auf seine früher erfolgten Stellungnahmen in dieser Angelegenheit und begründet sein Nicht-Eintreten:

Santésuisse

Bei der Überprüfung der Wirtschaftlichkeit von medizinischen Leistungserbringern handelt es sich nicht um öffentliche Statistik im Sinne der Charta, sondern um eine administrative Tätigkeit des Dachverbandes der Krankenversicherer, basierend auf den Daten der Versicherer.


Antwort des Ethikrates
A112021EingabeTransparenz
;
, Kohärenz und VergleichbarkeitSteuerbelastungsstatistiken der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV)
In den Statistiken der ESTV wird für den Kanton Neuenburg für die Steuerjahre 2018 und 2019 eine vergleichsweise hohe Steuerbelastung ausgewiesen. Im Vergleich mit anderen Kantonen zeigen die zuvor getätigten Steuerreformen zur Verringerung der Belastung der Steuerzahlenden kaum Wirkung.

Der

Kanton Neuenburg stellt daher die von der ESTV angewandte Methodik in Frage. Im Speziellen bemängelt er das Nichtberücksichtigen gewisser Kategorien von Steuerabzügen, die von Kanton zu Kanton stark variieren können.

Um in den Steuerbelastungsstatistiken die steuerliche Situation aller Kantone vergleichend abbilden zu können, modelliert die ESTV mit einer einheitlichen Datenbasis. Berücksichtigt werden sämtliche gesetzlichen Steuerabzüge, die ohne Kostennachweis vorgenommen werden können. Es fliessen somit in die Steuerbelastungsstatistiken nicht alle kantonalen Besonderheiten ein. Diese können in einem anderen Modul des gleichen Rechners zur Bestimmung der individuellen Steuerbelastung eingegeben werden. Gezielte Vergleiche der so berechneten Belastung mit anderen Konstellationen sind einfach möglich.

Der

Ethikrat heisst das Vorgehen der ESTV gut und empfiehlt

durch Hinweise auf die jeweils andere Berechnungsart

,

allenfalls verbunden mit ein paar Fallbeispielen,

die Metainformation zu verbessern.

Antwort
des​
A102013EigeninitiativeZweckbindungProjekt MARS des BFS
Sitzung des Ethikrats mit BFS.
Nach einer kürzlichen Revision überträgt das Krankenversicherungsgesetz (KVG) dem BFS die Aufgabe, im Bereich der ambulanten Gesundheitsvorsorge regelmässige Erhebungen bei Produzenten durchzuführen. Die erhobenen Daten sollen dabei sowohl für Kontroll- wie für statistische Zwecke verwendet werden.
Der Ethikrat bedauert diese Verletzung des Prinzips, dass Daten im System der öffentlichen Statistik ausschliesslich für statistische Zwecke verwendet werden dürfen, und verlangt deshalb eine möglichst weitgehende Trennung der auf die Erhebung folgenden Schritte zwischen der administrativen Verwendung einerseits (in Verantwortung des Bundesamt für Gesundheit BAG) und der statistischen Verwendung andererseits (in der Verantwortung des BFS).
Das Grundproblem kann aber

Die Datenbeschaffung im Bereich der ambulanten Gesundheitsversorgung durch das BFS widerspricht dem Prinzip der Zweckbindung. Das Grundproblem kann nur durch eine Änderung des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) gelöst werden.


Mehr
A92012EingabeTransparenz,
Methoden
Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie, die unter Benützung von Daten der Santésuisse erstellt wurde
. Kritisiert wurden die verwendeten Methoden und Daten, die für die gemachten Schlussfolgerungen nicht adäquat seien.Nicht eintreten, da das

Das Mandat des Ethikrats umfasst die Beurteilung von wissenschaftlichen Studien ausserhalb der öffentlichen Statistik

nicht einschliesst. Auch betrachtet der Ethikrat  die verwendeten Daten der Santésuisse

nicht

als der öffentlichen Statistik zugehörig, da sie über keine entsprechende Rechtsgrundlage verfügen.
Antwortbrief an den Antragsteller, der in einer Replik seiner Enttäuschung Ausdruck gibt
Ethikrats
A82010EigeninitiativeFachliche Unabhängigkeit,
Transparenz
Diagnosis related groups (DRG)
Übertragung einer hoheitlichen Aufgabe mit evidenzbasierten Entscheiden an eine private Organisation (Swiss DRG)
Präsentation durch das BFS: medizinische Statistik der Krankenhäuser wird durch das BFS erhoben und codiert und aufgrund eines Vertrages der Swiss DRG zur Verfügung gestellt. Methoden sind transparent. Statistiken über Kosten werden von den Krankenhäusern direkt der Swiss DRG übermittelt; Verarbeitungsmethoden sind hier nicht transparent.
Der Ethikrat bedauert, dass nicht alle statistischen Elemente gleich nachvollziehbar sind, beschliesst aber keine weiteren Schritte. 
A72009EingabeTransparenz,
Fachliche Unabhängigkeit,
Unparteilichkeit und Objektivität,
Methoden

Pauschalbeanstandungsklagen von Santésuisse gegenüber einzelnen Ärzten

aufgrund einer intransparenten und aus Eigeninteressen manipulierten Leistungserbringungsstatistik

(s. dazu auch

die parallele Eingabe zur Fallstudie Methode ANOVA,

Fall A4)

Glaubwürdigkeit der Leistungserbringungsstatistik nicht gegeben.
Antwort an den Antragsteller, dass der Ethikrat in einem Brief an das Eidg. Departement des Innern (EDI) auf das Problem der Übertragung dieser hoheitlichen, eine objektive Datengrundlage voraussetzende Aufgabe

Der Ethikrat verweist auf das aus dem KVG resultierende Problem der Übertragung hoheitlicher Aufgaben an eine private Organisation mit direkten Eigeninteressen

hinweist. Eine Korrektur bedingt aber eine Änderung des Krankenversicherungsgesetzes (KVG)
A62008EingabeTransparenz,
Verantwortlichkeit,
Methoden,
Kohärenz und Vergleichbarkeit
Rating von Spitälern durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) aufgrund von Sterberaten
In dieser Eingabe wird die Publikation von Sterberaten in verschiedenen Schweizer Spitälern moniert. Die Sterberaten werden vom BAG als Benchmark für die Qualität erbrachter medizinischer Leistungen präsentiert. Es wird kritisiert, dass die Kommunikation des BAG über die Sterberaten zu wenig präzise und damit irreführend sei.
Einholen einer Stellungnahme beim BAG.
BAG stützt sich auf internationale Praxis ab und verweist auf gezielte Medienarbeit zur richtigen Interpretation dieser Raten. Ethikrat hält aber

Der Ethikrat hält die verwendete Methode für mangelhaft

. Er

und begrüsst die Absicht des BAG, zusammen mit den Spitälern bessere Qualitätsindikatoren zu entwickeln.

Eingabe
Antwort des Ethikrats zur Stellungnahme des BAG 

A52008EingabeTransparenz
Methoden
Szenarien für die Finanzierung der AHV durch das Eidg. Departement des Innern sind: systematisch zu pessimistisch, da der verwendete Lohnindex die durch Arbeitsplatzwechsel und strukturelle Verschiebungen verursachten Lohnänderungen nicht berücksichtigt.
Details des Modells sind zu wenig transparent.Einholen einer Stellungnahme vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV)
BSV verfeinert Perspektivrechnungen bezüglich Erwerbsquoten und fügt einen zusätzlichen Faktor zur Strukturänderung ein.
In seiner Replik erachtet dies der Antragsteller als ungenügend. Einholen einer zweiten Stellungnahme des BSV
Auch diese zweite Antwort befriedigt den Antragsteller nicht. Der Ethikrat lädt den Antragsteller zu einer Darstellung seiner Einwände ein. Er empfiehlt dem Antragsteller, das direkte Gespräch mit dem BSV zu suchen.

Kritik am Modell des Bundesamtes für Sozialversicherung (BSV) zur Finanzierung der AHV

A42008EingabeTransparenz
Fachliche, Unabhängigkeit,
Unparteilichkeit und Objektivität,
Methode
Methode ANOVA zur Ermittlung der Wirtschaftlichkeit von Arztpraxen durch Santésuisse
. Diese Methode berücksichtigt eine entscheidende Grösse nicht: den Behandlungszweck (Krankheit). Für andere Zwecke verwenden die Versicherer bessere Methoden, die einen grösseren Anteil der Varianz in den Kosten erklären. Wieso dann nicht für die Beurteilung der Arztpraxen? Auch für die Kosten der Medikamente gäbe es eine bessere und weltweit anerkannte Methode als die hier verwendete. Die cut-off-Schwelle für angebliche Überarztung ist zudem willkürlich festgelegt; Arztpraxen, die diese Schwelle überschreiten, riskieren Rückforderungen.

Der Ethikrat sieht keinen Verstoss gegen Charta-Prinzipien, weist aber wiederholt auf das mit dem KVG grundsätzlich problematisch festgelegte Vorgehen hin

Erste Eingabe: Kontakt mit Santésuisse
Methode mathematisch korrekt, Datenbasis aber weiterhin ungenügend
Antwortbrief an Antragsteller
Replik des Antragstellers (2010) mit der Bitte, zu den beigelegten wissenschaftlichen Studien zur ANOVA-Methode Stellung zu nehmen. Der Ethikrat entscheidet, diese Studien nicht zu bewerten.
Entsprechende Antwort an den Antragsteller
A32007Gesuch eines kantonalen Produzenten um RatTransparenz
Das Staatssekretariat
Fehlende Transparenz bei einem Gutachten, das im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco)
hat einen Auftrag zu einer Grundlagenanalyse für die Überarbeitung der Lex Bonny an ein privates Unternehmen vergeben und seine Vorschläge zur Umgestaltung der Lex Bonny massgeblich auf diese Ergebnisse gestützt. Dieses Gutachten und die darin verwendeten Statistiken und Indikatoren sind nicht veröffentlicht worden. Verschiedene Regionen, die bisher von dieser Unterstützung profitieren konnten, werden diese künftig nicht mehr erhalten.Nicht als Eingabe behandelt, da ausserhalb der öffentlichen Statistik.
Der Ethikrat lässt sich aber durch den Auftragnehmer über die verwendeten Methoden unterrichten.
von einem privaten Unternehmen durchgeführt wurde

Die regionale Wertschöpfung ist eine gravierende Lücke im Programm der öffentlichen Statistik.

Gesuch
Antwort des Ethikrats

A22005EigeninitiativeFachliche Unabhängigkeit (insbes. Indikator 6.6),
Unparteilichkeit und Objektivität
Faltblatt des BFS zur Freiwilligenarbeit in der Schweiz: Vermischung von statistischer Analyse und Werbeslogans
Besprechung mit BFS
Mehr
A12005EingabeRechtsgrundlage,
Öffentliches Gut,
Transparenz,
Fachliche Unabhängigkeit,
Unparteilichkeit und Objektivität,
Qualitätsstandard,
Kohärenz und Vergleichbarkeit
Statistiken der Santésuisse

Fragen zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit von Arztpraxen

: Intransparenz der Datenbasis und Methoden, und Frage, ob eine öffentliche Statistik, von der für einzelne Arztpraxen wichtige Entscheide abhängen, einem Verband überlassen werden darf.Brief an Santésuisse
Brief an Eidg. Dep. des Innern

durch Santésuisse

Der Ethikrat empfiehlt

den politischen Instanzen sowie dem BFS

, die Kontrolle von beauftragten statistischen Dienstleistern zu intensivieren.


Im Bereich Gesundheitsstatistik besteht zudem ein dringender Bedarf zur Verbesserung der Kohärenz.
Mehr

Résumé des cas 

No

Année

Type d’action

Principes en cause

Exposé des faits

Traitement / Avis

A122023RequêteIndépendance, Protection des données personnelles, QualitéContrôle de l'économicité des fournisseurs de prestations médicales par Santésuisse

Le contrôle de l'économicité des fournisseurs de prestations médicales n'est pas une statistique publique au sens de la Charte, mais une activité administrative de l'association faîtière des assureurs-maladie, basée sur les données des assureurs.


Réponse du Conseil d'éthique

A112021RequêteTransparence, Cohérence et comparabilité

Les statistiques de la charge fiscale de l'Administration fédérale des contributions (AFC)

Le Conseil d’éthique approuve l'approche de l’AFC et recommande d'améliorer la méta-information.

Avis du Conseil d'éthique

A102013Propre initiativeUtilisation exclusiveProjet MARS de l’Office fédéral de la statistique (OFS)

La collecte de données par l'OFS dans le domaine des soins de santé ambulatoires est contraire au principe de finalité. Le problème fondamental ne peut être réglé que par une modification de la loi sur l’assurance-maladie (LAMal).

Plus d'informations

A92012RequêteTransparence,
Méthodes utilisées
Résultats d’une étude scientifique réalisée à partir des données de Santésuisse.

Le mandat du Conseil d’éthique n’inclut pas l’évaluation d’études scientifiques en dehors de la statistique publique.


Requête
Réponse du Conseil d'éthique
Réponse du requérant

A82010Propre initiativeIndépendance professionnelle,
Transparence

Diagnosis related groups (DRG)

Délégation à une organisation privée (Swiss DRG) d’une tâche  relevant de la puissance publique et impliquant des décisions fondées sur des données probantes
Présentation par l’OFS : les données de la statistique médicale des hôpitaux sont collectées et codées par l’OFS et mises à disposition en vertu d’un contrat conclu avec Swiss DRG. Les méthodes sont transparentes. Les statistiques sur les coûts sont directement transmises par les hôpitaux à Swiss DRG; dans ce cas, les méthodes de traitement ne sont pas transparentes.
Le Conseil d’éthique déplore que tous les éléments statistiques ne soient pas vérifiables de la même façon, mais il décide ne pas proposer de mesure. 
A72009Requête

Transparence,
Indépendance professionnelle,
Impartialité et objectivité,

Méthodes
Plaintes groupées de médecins contre Santésuisse (cf. également cas A4)

Le Conseil d'éthique attire l'attention sur le problème résultant de la LAMal, à savoir le transfert de tâches souveraines à une organisation privée ayant des intérêts propres directs.

Requête
Réponse du Conseil d‘éthique
Lettre du Conseil d’éthique au DFI
Réponse du DFI

A62008Requête

Transparence,
Responsabilité,
Méthodes,
Cohérence et comparabilité

Classement des hôpitaux par l’Office fédéral de la santé publique (OFSP) sur la base de taux de mortalité

Le Conseil d'éthique estime que la méthode utilisée est déficiente et salue les efforts que l’OFSP et les grands hôpitaux entendent déployer pour développer des indicateurs de qualité plus significatifs.

Requête
Réponse du Conseil d’éthique à la prise de position de l‘OFSP 

A52008Requête

Transparence,

Méthodes

Critique du modèle de l'Office fédéral des assurances sociales (OFAS) pour le financement de l'AVS

Des prises de position de l’OFAS.

Requête
Première prise de position de l‘OFAS
Réponse du requérant
Deuxième prise de position de l’OFAS

A42008Requête

Transparence,
Indépendance professionnelle,
Impartialité et objectivité,

Méthode

Méthode ANOVA pour déterminer le caractère économique des cabinets médicaux par Santésuisse

Le Conseil d'éthique ne voit pas de violation des principes de la Charte, mais souligne à plusieurs reprises que la procédure fixée par la LAMal est fondamentalement problématique.

Requête
Première réponse du Conseil d’éthique
Deuxième réponse du Conseil d’éthique

A32007Demande de conseil d’un producteur cantonalTransparenceManque de transparence d'une expertise réalisée par une entreprise privée sur mandat du Secrétariat d'État à l'économie (Seco)

Le fait qu’il n’y ait pas de calcul de la valeur ajoutée régionale est une lacune grave dans le programme de la statistique publique.

Demande
Réponse du Conseil d’éthique

A22005Propre initiative

Indépendance professionnelle (en particulier indicateur 6.6),

Impartialité et objectivité
Dépliant de l’OFS sur le travail bénévole en Suisse: mélange d’analyses statistiques et de slogans publicitaires

Plus d’informations

A12005Requête

Base légale,
Service universel,
Transparence,
Indépendance professionnelle,
Impartialité et objectivité,
Standards de qualité,
Cohérence et comparabilité

Questions sur le contrôle de l'économicité des cabinets médicaux par Santésuisse

Le Conseil d’éthique recommande d’intensifier le contrôle des prestataires de services statistiques à qui l’on confie des mandats.

Plus d'informations

Missbräuche durch Benutzer von öffentlicher Statistik

Die Charta der öffentlichen Statistiken legt Wert auf einen transparenten, nachvollziehbaren und redlichen Umgang mit öffentlichen Daten. Der Ethikrat der öffentlichen Statistiken der Schweiz musste in den letzten Jahren feststellen, dass statistische Daten zwecks Eigeninteresse, Verfälschung, Intransparenz und Fehlinterpretationen missbraucht werden können. Zur Vermeidung solcher Fälle und zum Zwecke der Information und Aufklärung liefert der Ethikrat der öffentlichen Statistik der Schweiz im folgenden eine Übersicht festgestellter missbräuchlicher Verwendung öffentlicher Statistiken. 


Nr.

Jahr

Missbrauch der Statistik für

Problembeschreibung

C5

2010

Politisches Zeitungsinserat: "Wie viele Ausländer leben wirklich in unserem Land?"

In einer politischen Zeitung an alle Haushalte wird behauptet, dass Statistiken verfälscht werden, um den Ausländeranteil in der Schweiz geringer darzustellen, als er tatsächlich ist. Die dort verwendeten Zahlen sind ungenau und beruhen auf konzeptionellen Verwirrungen

. Es wird versucht, die Öffentlichkeit zu täuschen
C4

2006

Wahlwerbung: Inserat "Bezahlen, bezahlen, bezahlen"

Die im Inserat verwendete Graphik suggeriert

dem Betrachter

, dass seit 1999 im Kanton Zürich die Staatssteuererträge laufend zunehmen. Die dort verwendeten Zahlen wurden missbräuchlich interpretiert.
Mehr

 

C3

2006

Wahlwerbung: Inserat "Sozialmissbrauch"

Die im Inserat verwendete Graphik suggeriert

dem Betrachter

, dass im Kanton Zürich der Anstieg der Sozialhilfe zwischen 1990 - 2004 auf Sozialmissbrauch zurückzuführen ist. Die publizierten Zahlen sind korrekt, die daraus abgeleiteten Aussagen entsprechen aber nicht der Wirklichkeit

. In irreführender Weise wurden Zahlen der öffentlichen Statistik als Quelle der Graphik erwähnt. Der Tatbestand ist ein Täuschungsversuch
C22005Wahlwerbung: Prospekt "Immer mehr Arbeitslose"

Die im Prospekt verwendete Graphik suggeriert

dem Betrachter

, dass im Kanton Genf zwischen Arbeitslosenquote und Anzahl der Grenzgänger eine Parallelität besteht. In irreführender Weise wurden Zahlen der öffentlichen Statistik als Quelle der Graphik erwähnt

. Der Tatbestand ist ein Täuschungsversuch
C12004Wahlwerbung: Inserat "Muslime bald in der Mehrheit"

Die im Inserat verwendete Graphik suggeriert

dem Betrachter

, dass sich in der Schweiz der Anteil der Muslime an der Gesamtbevölkerung alle zehn Jahre verdoppelt. In irreführender Weise wurden Zahlen der öffentlichen Statistik als Quelle der Graphik erwähnt.
Mehr

Utilisation abusives par les utilisateurs de la statistique publique

La Charte de la statistique publique de la Suisse exige une utilisation transparente, reproductible et objective des statistiques publiques. Or, le Conseil d'éthique de la statistique publique suisse a observé ces dernières années plusieurs cas d'utilisation abusive de données statistiques: falsifications, interprétations erronées, absence de transparence, utilisation abusive pour servir des intérêts particuliers. Pour éviter que de tels cas ne se reproduisent, et pour l'information du public, le Conseil d'éthique présente ici les abus qui ont été constatés. 



N0

Année

Utilisation abusive de la statistique

Description  du problème

C5

2010

Annonce de caractère politique : "Combien d’étrangers vivent réellement en Suisse?"

Un « tous ménages » dénonce des manipulations statistiques visant à sous-estimer la proportion d’étrangers qui vivent en Suisse. Les chiffres cités dans ce document sont inexacts et reposent sur une confusion des concepts.
Plus d’informations

C4

2006

Annonce de caractère politique : "Bezahlen, bezahlen, bezahlen"Le graphique présenté dans cette annonce suggérait que le produit de l’impôt cantonal zurichois est en hausse continuelle depuis 1999. Les chiffres utilisés ont été interprétés de manière incorrecte.
Plus d'informations
C3

2006

Annonce de caractère politique : "Sozialmissbrauch"

Le graphique présenté dans cette annonce suggérait que, dans le canton de Zurich, la hausse des prestations d’aide sociale de 1990 à 2004 est due à des abus. Les chiffres publiés étaient corrects, mais les conclusions qui en ont été tirées ne correspondent pas à la réalité.

Plus d'informations
C22005Tract politique : «Toujours plus de chômeurs»Le graphique publié dans ce tract suggérait qu’il existe dans le canton de Genève un parallélisme entre le taux de chômage et le nombre de frontaliers. La statistique publique a été abusivement citée comme source.
Plus d'informations
C12004Annonce de caractère politique : «Les musulmans bientôt majoritaires en Suisse »

Le graphique publié dans cette annonce suggérait que la part de musulmans dans la population suisse double tous les dix ans. La statistique publique a été abusivement citée comme source.

Plus d'informations